Silberwasser besteht aus winzig kleinen Silberpartikelchen, die mit destilliertem Wasser versetzt wurden. Diese Teilchen werden auch als Kolloidale bezeichnet.
Kolloidale sind so klein, dass sie problemlos den ganzen Körper durchdringen können. Sie gelangen nicht nur sehr schnell in die Blutbahn, sondern schaffen es sogar in die Lymphe.
Silberwasser wird daher gerne in Situationen angewendet, in denen eine möglichst schnelle Linderung der Beschwerden erforderlich ist.
Die Kolloidale haben eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung. Sie töten sämtliche Bakterien, Pilze, Viren und andere Krankheitserreger innerhalb von fünf Minuten ab, indem sie ein gemeinsames Atmungsenzym blockieren. Da die Kolloidale die Erreger nicht direkt angreifen, kann auch keine Resistenzbildung, wie bei Antibiotika beispielsweise, stattfinden.
Silberwasser wird vor allem bei Augenentzündungen eingesetzt, da es hierbei enorm wichtig ist, dass der Patient schnelle Hilfe bekommt, bevor der Sehnerv oder die Augen selbst Schaden davon tragen. Das Silberwasser wird entweder unverdünnt direkt in die Augen geträufelt oder aber auf ein Wattepad gegeben, das dann für längere Zeit auf den Augen getragen wird. Die erste Methode eignet sich vor allem für Entzündungen, die innerhalb und unterhalb des Augapfels entstanden sind. Das Wattepad hingegen hilft besonders dann, wenn auch die Augenlider betroffen sind. Bei Bindehautentzündungen ist eine Kombination der beiden Anwendungsweisen ratsam.
Bei akuten Beschwerden und starken Schmerzen sollten die Augentropfen alle dreißig Minuten verabreicht werden. Die Behandlung ist auch dann fortzusetzen, wenn die Symptome bereits abgeklungen sind, allerdings können die Abstände zwischen den Gaben dann allmählich verlängert werden. Bei der Anwendung des Silberwassers als Kompresse sollte stets daraus geachtet werden, dass das Pad auch ausreichend feucht ist und direkt auf der Haut aufliegt.